kolumne

Die zwei Leben, die ich lebte

Ich rede oft darüber, wie sich vor drei Jahren alles veränderte, weil ich mein Herz öffnete. Es war, als wäre ich neu geboren und ich unterscheide gerne zwischen diesem Leben, das ich jetzt lebe, und dem von vor drei Jahren.

Weil damals alles anders war.

Ich war so sehr mit meinem Ego identifiziert, dass mein ganzes Leben auf meinen Ängsten beruhte. Dabei lebte ich so unbewusst, dass mir das damals nicht mal klar war. Der einzige Anhaltspunkt für mich, war meine ständige Sehnsucht nach mehr – obwohl ich keine Ahnung hatte, wie dieses Mehr aussehen sollte.

Doch ganz plötzlich erhaschte ich einen Blick auf mein wahres Ich, das unter den Ängsten begraben lag, und alles wurde anders.

Das ist meine Geschichte.

Zwei Leben.

Ich teile diese Geschichte mit dir, weil ich dich inspirieren will und weil ich dir zeigen möchte, dass von einem Augenblick auf den anderen alles anders werden kann.

Und obwohl das nunmal meine Geschichte ist und ich völlig dahinter stehe, überkommt mich manchmal ein schlechtes Gewissen. In diesem alten Leben nämlich, lebte ich 12 Jahre lang mit einem Mann zusammen, der bei all dem nicht besonders gut wegzukommen scheint, eben weil ich dieses alte Leben bloß „okay“ nenne.

Es wirft einen Schatten über unsere gemeinsame Zeit, der nicht da sein sollte. Weil damals schließlich alles okay war.

Ich bin ihm dankbar, diesem Mann, der 12 Jahre lang an meiner Seite ging. Wir haben uns eine schöne Zeit gemacht und ich war glücklich. Doch irgendwann reichte glücklich sein allein eben nicht mehr aus. Schon lange spürte ich, dass mehr auf mich warten würde, denn in mir pulsierte es, auch wenn ich es so lange ignorierte.

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