kolumne

Glücklichsein ist nicht alles

Magazine übers Glücklichsein ploppen seit einigen Jahren aus dem Boden wie Narzissen im Frühling. Überall, ja wirklich überall, sieht man sie und grundsätzlich ist das ja eine tolle Sache. Ich meine, wer will denn nicht glücklich sein?

Allerdings ist Glücklichsein damit auch zu einem Statussymbol geworden. Wie Schlanksein. Quasi. Beides ist ganz offenbar ausgesprochen erstrebenswert und deswegen gibt es nicht nur tausende Anleitungen, wie wir abnehmen, sondern auch wie wir glücklich werden können.

Halleluja!

Das Leben wird ja immer besser.

Eine Frage bleibt jedoch: Ist das notwendig?

Und: Brauchen wir noch eine Stimme von außen, die uns sagt, wie wir zu sein haben?

Haben nicht schon Diäten gezeigt, dass sie nicht funktionieren, weil sie bloß eine temporäre Maßnahme sind, um sich besser zu fühlen?

Und genau wie wir uns bei Diäten schlecht fühlen, wenn wir doch mal „sündigen“, fühlen wir uns bei der ganzen Sache mit dem Glücklichsein auch schlecht, wenn wir mal unglücklich sind.

Na, super!

Kein Platz für negative Gefühle

Ich habe eine sehr lange Zeit in meinem Leben meine Gefühle unterdrückt. Tatsächlich schämte ich mich für sehr viele Gefühle, vor allem für alle negativen Emotionen wie Trauer, Wut und Eifersucht. Ich drückte diese Gefühle so weit von mir weg, dass ich sie kaum oder gar nicht mehr wahrnahm.

Es hat lange gedauert, diese Gefühle wieder zu spüren und noch länger, sie zu akzeptieren und nach außen zu tragen. Vor allem mit meiner Wut habe ich mich sehr schwer getan. Ich bin mir nicht mal sicher, ob ich tief in meinem Inneren nicht ei…

Für dich vielleicht ebenfalls interessant...

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.