Kolumne

Die Seele will leben…

Wenn ich mich jetzt mit der Person vergleiche, die ich vor drei Jahren war, erkenne ich mich kaum wieder. Ich bin so anders geworden und fühle ich mich so groß. Ich fühle mich groß, weil ich meiner Seele gestattet habe, sich auszudehnen, sich auszuprobieren, sich zu entfalten. Jeden Tag ein bisschen mehr.

Ich habe Erfahrungen gemacht, die ich nicht zu erleben gewagt hatte, habe Entscheidungen getroffen, die mutig und stark waren. Ich traf auf Menschen, die mich prägten, geriet in Situationen, die mich mehr herausforderten, als ich je im Stande war, mir vorzustellen.

Ich dehnte mich aus, immer weiter und weiter und sprengte Grenzen, von denen ich nicht wusste, dass sie überhaupt in mir existieren.

Und ich tue es noch. Jeden Tag.

Denn ich lebe. Ich lebe und lebe und höre nicht auf damit.

Ich möchte nicht aufhören, denn das hier, dieses Leben, das ich genau jetzt lebe, ist das Leben, das ich möchte und das ich mir immer gewünscht habe.

Dieses Leben ist das Leben, das diesen Namen verdient hat.

Ich lache und weine, und schwanke und falle. Ich krieche auf dem Boden, nur um irgendwann wieder aufzustehen, viel stärker, viel weiser, viel friedlicher und leichter. Und dann fliege ich und ich fliege so hoch, wie es mir vorher nicht möglich war.

Ich bin ich.

Jeden Tag ein bisschen mehr.

Manchmal verliere ich mich noch, lasse mich ablenken von mir selbst. Von anderen. Von Ängsten. Von meinem alten Ich.

Doch irgendwann finde ich wieder zurück zu mir.

Immer.

Vor drei Jahren konnte ich mir so Vieles nicht vorstellen, was für mich heute ganz normal ist. Zu lieben. Meine Meinung zu sagen. Alleine in den Urlaub zu fahren. Einem anderen Menschen die Tiefen meiner Seele zu offenbaren. Offen zu weinen. Meine Wut zu zeigen. Eifersucht zu fühlen und sie zu akzeptieren. Meinem Herzen zu folgen – so absurd seine Wege auch sein mögen. Meine Zuneigung auszudrücken. Meine Weiblichkeit zu spüren. Mir meine Fehler zu verzeihen. Jeden Tag zu genießen.

Ich konnte mir nicht vorstellen, vor Dankbarkeit, ob der ganzen Wunder des Lebens, zu weinen. Ich konnte mir nicht vorstellen, diese Göttlichkeit in mir zu spüren, die ich im tiefsten Innern bin.

Ich erlebte viel in den letzten Jahren seit ich endlich erwachte. Das, was ich täglich erlebe, ist manchmal so surreal, doch fühlt sich gleichzeitig ganz natürlich an – weil ich spüre, dass meine Seele sich genau dieses Erlebnis ausgesucht hat, um sich noch mehr auszudehnen.

Ich gestatte es ihr, weil ich weiß, dass es der einizge Weg ist, zu leben. Nur durch meine Seele werde ich lebendig sein können, denn meine Seele kennt keine Angst.

Ich lebte den Großteil des Lebens mit meinem Verstand und es war okay. Ich war glücklich. Lebendig aber, war ich nie.

Jetzt bin ich es.

Und ich möchte nicht, dass es jemals wieder anders ist.


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